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ARCHIV
PRESSESTIMMEN - AUSWAHL (2004 - 2009)
2009
"Künstler der AlpenKLASSIK weltweit tätig und gefragt"
Pressenotiz zum Sommerfestival AlpenKLASSIK 2009
Gespräch mit Intendant Klaus Lauer zur Alpenklassik 2009
Interview von Elisabeth Aumiller
"Spannend ist ein Konzerterlebnis gerade dann, wenn Musik angeboten wird, die ich nicht kenne oder weniger oft gehört habe", äußerte Alpenklassik-Intendant Klaus Lauer. Er wünscht sich vom Publikum solche Offenheit für das nicht Alltägliche und das weniger Gängige. Neugier auf das Leben und das, was die Kunst an Schönheiten und Überraschungen anzubieten hat, ist seiner Ansicht nach ein Zeichen für Wachheit und Lebendigkeit. Dennoch enthalten Lauers Programme - abgesehen von den beiden Uraufführungen - nichts gänzlich Unbekanntes. Aber er macht sich die Mühe, im großen Repertoiretopf nicht einfach nach den obenauf liegenden Populärwerken zu greifen, sondern in den tiefern Schichten themenorientiert nach Raritäten zu suchen.
"The French Connection" heißt der erste Themenkreis.
Lauer hat eine starke Affinität zur französischen Kunst und findet die französische Musik besonders klangschön. Er lebt nur zehn Kilometer von der französischen Grenze entfernt und seine Liebe zur französischen Kultur ist bedingt durch seine Ausbildung und berufliche Tätigkeit in Frankreich.
Claude Debussy steht als erster Komponist auf dem Programm des Sommerfestivals. Ihm komme in der Musikentwicklung Ende des 19. Jahrhunderts eine wichtige Stellung zu, so Lauer.
Zunächst stark von Richard Wagner beeinflusst, machte sich Debussy schließlich davon frei und ging seinen eigenen musikalischen Weg, der ins 20. Jahrhundert hineinführte und seine Nachfolge in Olivier Messiaen und Pierre Boulez fand.
Und weiterführend repräsentiert der 1974 geborene Bruno Mantovani die neue Entwicklungsstufe in unserer Zeit. Mantovani, Franzose, trotz des italienischen Namens, ist ein vielseitiger Musiker und eine temperamentvolle Persönlichkeit, den Genüssen des Lebens zugeneigt, wie ihn Lauer charakterisiert. Der provenzalische Komponist studierte Klavier, Schlagzeug und Jazz in Perpignan und Paris sowie Musikwissenschaft in Rouen. Unter seinen vielen Preisen und Auszeichnungen ragen der Belmont-Preis und der Abbado-Preis heraus. Mantovani ist Komponist "in residence" beim diesjährigen Festival, Er ist in vier Konzerten präsent und sein Quintett für Harfe und Streichquartett kommt als Auftragswerk zur Uraufführung mit dem Quatuor Danel und der Harfenistin Sarah O`Brien.
Ebenfalls in vier Konzerten ist der französische Pianist Jean-Efflam Bavouzet zu hören, darunter in einem Solo-Rezital mit Musik von Debussy, Boulez und Mantovani. Bavouzet ging seine Karriere mit Bedacht an, hat sich Zeit gelassen für den großen Aufstieg und ist organisch in die Reife hineingewachsen, betonte Lauer. Er hat das gesamte Klavierwerk Debussys aufgenommen und damit Maßstäbe gesetzt, wie ihm die internationale Presse bescheinigte. Er wird in dieser Saison unter anderem das Bartók-Klavierkonzert mit Daniele Gatti am Pult des Französischen National Orchesters und Messiaens Turangalila Symphonie unter Marc Albrecht in Frankreich aufführen, außerdem in der Londoner Queen Elizabeth Hall gastieren und sämtliche Beethoven Sonaten in der Verbotenen Stadt in Beijing spielen.
Eine andere große Künstlerpersönlichkeit ist der ungarische Pianist, Dirigent, Komponist und Musikwissenschaftler Zoltán Kocsis. Er ist Chefdirigent der ungarischen Nationalphilharmonie und eine prägende Figur im ungarischen Musikleben. Er arbeitet mit zahlreichen international renommierten Orchestern. 2007 hat er das gesamte Klavierwerk von Béla Bartók auf Tonträgern veröffentlicht.
Im Themenkreis um Bach spannt sich der Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit dem Trio Mediaeval. Mit dem renommierten Emerson-Quartett, das heuer auch in Salzburg zu Gast sein wird, wird das Gedenken an den 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy gefeiert, der zudem im 19. Jahrhundert wesentlich zur Bach-Renaissance beigetragen hat.
Der junge Pianist Markus Bellheim ist bei der Alpenklassik mit einem Klavierabend mit Olivier Messiaens "Zwanzig Betrachtungen über das Jesuskind" gegenwärtig. Der 1973 geborene Hamburger hat unter anderem das gesamte Solo-Klavierwerk von Wolfgang Rihm eingespielt. Er hat wichtige Wettbewerbe gewonnen, ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und ein gefragter Künstler in der internationalen Festspiellandschaft.
Klaus Lauer berichtete auch voller Begeisterung von der farbigen Sopranistin Claron McFadden, die ihr Scala-Debüt im letzten Jahr gab und gerade einen Riesenerfolg in New York mit einem Lieder- und Quartettabend verbuchen konnte. Sie wird ihr Können in zwei Konzerten der Alpenklassik unter Beweis stellen.
Noch eine ganze Reihe weiterer außerordentlicher Künstler hat Lauer aus dem Hut gezaubert, darunter die deutsche Geigerin Isabelle Faust, den französischen Pianisten Francois-Frédéric Guy, das Klavierduo Grau-Schumacher und andere mehr. Die Bad Reichenhaller Philharmonie stimmt sich in zwei Konzerten ebenfalls auf den Themenkreis der französischen Musik wie auf Werke von Johann Sebastian Bach ein.
Außerdem bringt Thomas J. Mandl mit der Bad Reichenhaller Philharmonie und dem Pianisten Christian Seibert als Auftragswerk der Theodor-Rogler-Stiftung das Konzert für Klavier und Orchester des jungen deutschen Komponisten und Rihm-Schülers Johannes Motschmann zur Uraufführung.
Kontakt und Veranstalter:
Bayerisches Staatsbad Kur-GmbH Bad Reichenhall / Bayerisch Gmain
Wittelsbacherstr. 15
83435 Bad Reichenhall
2008
Das Salz in der Sole
Von Badenweiler nach Bad Reichenhall: Das von Klaus Lauer neu gestaltete Kammermusikfestival "Alpenklassik" ist weit mehr als ein Salzburger Festspiel-Kurschatten
(...) Die katalanischen Gäste vomCuarteto Casals etwa faszinieren mit ihren beinahe impressionistisch zu nennenden, flirrenden Klangfarben, die sie auch dem Allegro vivace aus Beethovens drittem Rasumowsky-Quartett angedeihen - klug angedeihen - lassen.
(...) Klaus Lauer weiß, dass sich sein arriviertes Römerbad-Konzept im Schatten Salzburgs erst behaupten muss. Deshalb finden sich darin auch Zuckerln wie Christoph Prégardiens und Michael Gees´ hinreißender Schumann- und Mahler-Liederabend mit einer ganz eindringlichen "Dichterliebe", die an die legendäre Interpretation Fritz Wunderlichs und Hubert Gießens heranreicht.
Auch der Salzburger Festspiel-Konzertdirektor Markus Hinterhäuser blickt interessiert ins Nachbarstädtchen, wo 2009 die Weltstars vomEmerson String Quartet auftreten werden. Reichenhall als Salzburg der Kammermusik?
Alexander Dick, 27. August 2008 (Badische Zeitung).
Kultur Spitzen
Die Zeiten, in denen sich Sommerurlauber in den Bergen mit einem Hüttenabend zufriedengaben, um anschließend selig ins Bett zu sinken, sind ein für alle Mal vorbei. In Bad Reichenhall etwa geht das Festival Alpenklassik dieser Tage in die vierte Saison und glänzt mit einem musikalischen Programm der Extraklasse, das gleichwohl eher leise daherkommt. "Zeit für Kammermusik" ist das Motto 2008. Und besonders reizvoll ist, dass dabei alte und neue Kammermusik zur Aufführung kommen und nicht nur olle Kamellen. Am ersten Wochenende des Festivals, das vom 22. August bis 3. September dauert, treffen zum Beispiel das Cuarteto Casals aus Barcelona, das Berliner Kuss Quartett und das Zemlinsky Quartett aus Prag aufeinander. Und ähnlich spannend geht es weiter.
Hermann Weiss, 24. August 2008 (WELT am SONNTAG - WELT ONLINE).
Über die Alpen bis ans Ende der Zeiten
"Composer in residence" war Jörg Widmann 2004 in Salzburg und ist es jetzt bei der "Alpenklassik 2008" (...) Seit 2001 ist der 1973 in München geborene Musiker Professor für Klarinette an der Musikhochschule in Freiburg, ab April nächsten Jahres wird er dort auch Komposition unterrichten. Mit sieben Jahren begann er das Klarinettenspiel und mit elf erhielt er schon Kompositionsunterricht. Musik war wichtig in seinem Elternhaus, es wurde Streichquartett gespielt und Schwester Carolin hat sich als hervorragende Violinistin einen Namen gemacht (auch sie war erst jüngst in Salzburg zu hören, in der Reihe "Kontinent Scelsi" und in den "Schubert-Szenen").
Wie kam es zum so frühzeitigen Kompositionsunterricht? "Ich habe von Anfang an viel improvisiert auf der Klarinette und da kam der Wunsch auf, das aufzuschreiben, um es nicht zu vergessen." Widmann sieht das als natürlichen Vorgang. Vieles komme aus dem Spielerischen, das zum Komponieren inspiriert. Die Anforderungen an den Interpreten seien andere als solche an den Komponisten, aber beides sei kreativ und befruchte sich gegenseitig.
Mit Klaus Lauer, dem neuen Leiter der "Alpenklassik" in Bad Reichenhall, ist Widmann schon lange verbunden. Der Intendant sei mit vielen Komponisten befreundet und er habe in 35 jähriger Tätigkeit bei den "Römerbad-Musiktagen" (Badenweiler) zahlreiche Uraufführungen präsentiert. Er hat sich ein Publikum herangezogen, das gerade deshalb anreist, um neue Musik zu hören. Über Jahre, so Widmann, habe Lauer seine Zuhörer geschult, nicht mit erhobenem Zeigefinger oder mit intellektuellem Zwang, sondern auf sinnliche Weise, mit tollen Interpreten, die Lust machen auf Neues. "Wenn die Interpreten mit Begeisterung ein Stück spielen, schwappt diese Begeisterung auf die Zuhörer über, selbst wenn es anfangs sperrig klingt." Diese Erfahrung hat Widmann oft gemacht...
(Elisabeht Aumiller, 22. August 2008, DrehPunkt Kultur.at)
Kinder, schafft Neues!
Das Reichenhaller Alpenklassik Festival setzt auf alte und neue Kammermusik.
"Sprechen Sie die Künstler an", fordert Festival-Leiter Klaus Lauer sein Publikum auf. "Treten Sie in Kontakt mit ihnen. Ich mag keine starre Atmosphäre." ...
(RBR, 22. Juni 2008, Abendzeitung).
2007
Wiener Zeitung, 20. August 2007
"... ist es erfreulich, dass die Liederwerkstatt auch 2007 beachtliches Publikum anzog. Und das, obwohl der Kurort ja nur wenige Autominuten vor der Festspielstadt Salzburg liegt. Während sich in diesem Sommer die Starabsagen an der Salzach häufen, bietet das idyllische Städtchen nicht nur neue Musik, sondern auch hochkarätige Kammerkonzerte und Lesungen." (Jörn Florian Fuchs)
Reichenhaller Tagblatt, 20. August 2007 zum Auftritt von Baiba und Lauma Skride mit Sol Gabetta
"...Die Bogenhaare flogen und auch die Locken der Cellistin gebärdeten sich bewegt in der Intensität des Spiels. Tongespinste wie das Knacken klirrenden Eises klangen ans Ohr, angereichert mit flirrenden Flageolettes der Geige. Virtuose Beherrschung der Instrumente und ihr schonungsloser Einsatz waren Grundvoraussetzungen für diese Komposition..." (Elisabeth Aumiller)
Berchtesgadener Anzeiger, 22. August 2007
"Fast könnte man glauben, es sei Melancholie, was da in Hannelore Elsners Augen lag, als sie zu Beginn ihres AlpenKlassik-Auftrittes vergangenen Freitag vom Tischchen auf der Bühne herab in den Festsaal des Alten Kurhauses Bad Reichenhalls blickte..." (mpb)
Reichenhaller Tagblatt, 21. August 2007
"4.450 Besucher bei der AlpenKlassik - Intendantin verabschiedet sich."
2006
Reichenhaller Tagblatt Nr. 199 vom 30.08.2006
"Kultivierte Eleganz geschliffener Klangkulinarik"
(Elisabeth Aumiller)
Süddeutsche Zeitung vom 26./27. 08.2006
"Die Vermittlung zeitgenössischer Musik an ein Publikum jenseits der radikalen Minderheit, die solche Vorlieben von Haus aus pflegt, gehört zu den vertrackten Aufgaben. Selten gelingt sie so zwanglos wie in Bad Reichenhall, der Salz- und Kurstadt..."
(Kristina Maidt-Zinke)
Die Welt vom 29.7.2006
"Auch in diesem Jahr tritt das Sommerfestival AlpenKLASSIK in Bad Reichenhall mit einem Programm an, das keine Wünsche offen lässt: Vom Glanz des Barock mit Scarlatti, Merula und Arnadei über leidenschaftliche Zigeunerweisen bis zu einem Barbecue für Jazzliebhaber reicht das Angebot mit über 20 Veranstaltungen."...
Scheigers Holiday News 2006 / 2007
"Hier verschmelzen Musik, Literatur, und der magische Zauber der Salzalpen zu einem Gesamtkunstwerk."
2005
Salzburger Nachrichten, 07.04.2005
"Da laden die Bad Reichenhaller Gäste ein, die sonst auf den Bühnen der Welt zu Hause sind."
Salzburger Nachrichten, 21.07.2005
"Im Alten Königlichen Kurhaus" ergießt sich zweieinhalb Wochen lang ein musikalisches Füllhorn?"
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2005
"Die Kurbäder rüsten kulturell mächtig auf, auch das bayerische Bad Reichenhall." (...) "...man denkt hier auch an die Zukunft, vor allem bei der Musik, und gründete gleichsam als Festival im Festival eine Reichenhaller Liederwerkstatt." (...) "Schiller intelligent in ein neues Kunstwerk verwandelt." (Gerhard Rohde)
Berchtesgadener Anzeiger, Nr. 155, 17.08.2005
"Ernst Stankowski ließ im Resort Hotel das kabarettistische Wien der 20er-Jahre aufleben und entließ ein rundum zufriedenes Publikum." (Text: DM)
Reichenhaller Tagblatt, Nr. 197, 27. u. 28.08.2005
"Meine Frau und ich finden es großartig, wie Bad Reichenhall mit dem AlpenKLASSIK-Festival neue Maßstäbe setzt." (Bundespräsident Horst Köhler)
2004
"Es ist nicht leicht, etwas neu zu erschaffen. Dazu sind viele Schultern nötig, die die Lasten mit tragen. Wenn wir jedoch nur abwarten, wird nie etwas passieren. Wir wollen handeln und uns kreativ weiter entwickeln." (Gabriella Squarra, Kurdirektorin)








